Rezension: Das Glück und wir dazwischen

Logo Klappentext9783641177461_CoverWas wäre wenn? Hannah trifft in einer Bar ihre Jugendliebe wieder. Was, wenn sie die Nacht mit Ethan verbringen würde? Ist er derjenige, nach dem sie sich schon immer sehnt? Oder sollte Hannahs Leben eigentlich ganz anders aussehen: mit Henry an ihrer Seite, der ihr nach einem schweren Unfall zeigt, was wirklich wichtig ist? Hannah befindet sich plötzlich gleichzeitig in zwei unterschiedlichen Leben – aber wo wartet ihr Happy End?

 

 

 

 

Logo EckdatenAutor/in: Taylor Jenkins Reid
Titel: Das Glück und wir dazwischen
Originaltitel: Maybe In Another Life
Verlag: Diana Verlag
Seitenanzahl: 400 Seiten
Erscheinungstermin: 26. Juni 2017
Preis Broschiert: 12,99 €
Das Buch ist hier erhältlich: Amazon*, Verlagsgruppe Random House

Erster SatzNur gut, dass ich einen Gangplatz gebucht habe, ich bin die Letzte, die das Flugzeug besteigt.

Logo Meine MeinungIch habe zu Beginn ein bisschen länger gebraucht, um mich wirklich auf die Geschichte einlassen zu können. Der Schreibstil an sich ist einfach und man kann das Buch sehr flüssig und locker durchlesen.
Zu Beginn muss Hannah eine Entscheidung treffen, anhand derer in den folgenden Kapiteln ihr Leben dargestellt wird je nachdem, wie sie sich entschieden hat. Abwechselnd werden in den Kapiteln somit zwei unterschiedliche Leben von Hannah gezeigt. So wurden quasi zwei Parallelleben von Hannah und ihren Mitmenschen eingebunden und ihr Leben entwickelt sich seit der einen Entscheidung in unterschiedliche Richtungen.

Neun Billionen Entscheidungen, die ich im Laufe meines Lebens getroffen habe, haben mich dorthin geführt, wo ich mich jetzt befinde.

Ein Buch so aufzubauen, war bisher für mich eine ungewöhnliche aber sehr erfrischende Art. Wenn man sich erst mal nach den ersten zwei oder drei Kapiteln an den Wechsel gewöhnt hat, ist es mal eine neue Art eine Geschichte zu erzählen. Es gibt Elemente, die sowohl in beiden Geschichten vorkommen, aber an unterschiedlichen Stellen und es gibt aber auch Ereignisse, die eben nur in einem ihrer Parallelwelten so vorkommen können. Die Methode der diskreptanten Informiertheit wurde bei diesem Buch natürlich vollends ausgeschöpft. Der Leser weiß natürlich oft schon aus der anderen „Welt“ was passieren wird und ist somit den Charakteren beim Lesen einen Schritt voraus.

Das Buch war bis zum Ende spannend, weil man eben nicht wusste, wie das Ende mit den zwei Welten aufgelöst wird. Das Ende ist in meinen Augen aber auf jeden Fall total gut gelungen.

Die Protagonistin war mir von Anfang an trotz ihrer chaotischen Art sehr sympathisch, vor allem weil sie Zimtschnecken sehr liebt und ich mich dadurch sehr gut mit ihr identifizieren kann.

Vielleicht habe ich die ganze Zeit ein Zuhause gesucht und nicht gemerkt, dass mein Zuhause dort ist, wo es Zimtschnecken gibt.

Auch ihre Freunde und Familie fand ich sehr detailliert und liebevoll dargestellt und sie haben mir allesamt sehr gut gefallen.

Das Buch enthält sowohl lustige als auch traurige Stellen. Jede Geschichte enthält ihre eigenen Rückschläge und glücklichen Momente und am Ende hatte ich sogar ein paar Tränchen in den Augen. Auch die Gedankengänge über das Schicksal und das Universum haben mir sehr gut gefallen. Dieses Buch zeigt deutlich, was eine kleine Entscheidung für eine Kettenreaktion auslösen kann, der wir uns in dem Augenblick gar nicht bewusst sind. Mag sein, dass wir in dem Moment eine banale Entscheidung treffen, die aber so viele Auswirkungen nach sich zieht und Auswirkungen auch wichtigere Teile unseres Lebens hat.

Ich habe drei verschiedene Theorien über das Universum gelesen. Die eine hat mich besonders fasziniert. Sie behauptet, dass alles, was passieren kann, auch passiert. Das heißt, wenn man eine Münze wirft, fällt sie nicht auf die Kopf- oder die Zahlseite, sondern sie fällt auf beide. Jedes Mal, wenn man eine Münze wirft und die Kopfseite nach oben zeigt, ist man bloß in jenem Universum, in dem die Münze mit dem Kopf nach oben fällt. Es gibt eine zweite Version von dir dort draußen, in der die Zahl nach oben zeigt. Das passiert jeden Tag, in jeder Sekunde. Die Welt spaltet sich immer weiter auf in eine unendliche Zahl von Paralleluniversen, in denen alles, was passieren kann, passiert. (…) Es ist absolut möglich, dass jedes Mal, wenn wir eine Entscheidung treffen, irgendwo dort draußen eine andere Version von uns eine andere Entscheidung trifft. Unzählige Versionen unserer selbst leben die Konsequenzen jeder einzelnen Möglichkeit in unserem Leben.

Vielleicht gibt es dort draußen Universen, in denen ich andere Entscheidungen getroffen habe, die mich woandershin geführt haben, zu jemand anderem. (…) Doch mein Herz bricht bei jeder einzelnen Version, die mich am Ende nicht zu dir bringt.

Es lohnt sich auf jeden Fall bei dem Buch über die ersten paar Kapitel hinauszulesen, die in meinen Augen leider noch ein bisschen schleppend waren. Danach geht es mit dem Buch deutlich bergauf und die Erzählweise ist einfach mal etwas anderes und sehr erfrischend. Das Buch erhält von mir 4 von 5 Elefanten!

🐘🐘🐘🐘

Das Buch wurde mir als Rezensionsexemplar vom Diana Verlag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

 

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